Info Autokindersitze II

Die Gewichtsgruppen

Autokindersitze werden in Gewichtsgruppen eingeteilt, hier die derzeit üblich Gruppen:

Gruppeneinteilung   

Gewicht   

ungefähres Alter

Gruppe 0+0 bis 13 kg0 bis 15 Monate
Gruppe I9 - 18 kg9 Monate - 4 Jahre
Gruppe II+III15 - 36 kg3 - 12 Jahre

Gruppe 0+ (0-13kg)

Gruppe 0+Sitze sind sogenannte Babyliegeschalen. Sie werden ausschließlich gegen die Fahrtrichtung montiert. Die Montage am Beifahrersitz bei aktivem Beifahrerairbag ist verboten (über die Möglichkeit der Deaktivierung gibt die Betriebsanleitung des Fahrzeuges oder der Fahrzeughersteller Auskunft). Der Seitenairbag hat bei bisherigen Tests keine Gefahr für die Kinder dargestellt (Voraussetzung ist die Verwendung eines guten Autokindersitzes).
Transportieren Sie Ihr Kind solange wie möglich gegen die Fahrtrichtung, wechseln Sie nicht zu früh in die nächste Sitzgruppe. Solange sich der Kopf des Kindes innerhalb der Schale befindet, können Sie den Sitz weiterverwenden. Interessieren Sie sich jedoch zeitgerecht für einen Sitz der nächsten Gruppe, so können Sie in aller Ruhe den optimalen Sitz auswählen.

Gruppe 1 (9-18kg)

Bei Gruppe 1 Sitzen gibt es unterschiedliche Systeme. In Österreich am gebräuchlichsten sind in Fahrtrichtung gerichtete Schalensitze mit 5-Punkt-Gurten. Vorteilhaft ist hier die meist unkomplizierte Montage und Benützung. Als Nachteil gilt hier die systembedingte höhere Belastung im Halswirbelbereich (HWS) bei einem Frontalcrash.

Bei gegen die Fahrtrichtung montierten Sitzen (Reboard) ist die Belastung der HWS weitaus geringer als bei einem Vorwärts gerichteten Sitz. Die Montage eines Reboard-Sitzes ist meist etwas aufwendiger, es wird auch etwas mehr Platz benötigt. Bei Reboard-Sitzen sollten Sie auf keinen Fall auf einen Probeeinbau im eigenen Fahrzeug verzichten.

Etwas seltener in dieser Gruppe sind Fangkörpersitze, meist sind dies gruppenübergreifende Sitze, also Sitze, die von 9-36 kg zu verwenden sind. Bei Fangkörpersitzen ist die Belastung im HWS Bereich geringer als bei in Fahrtrichtung gerichteten Sitzen, an die Werte eines Reboard-Sitzes kommen sie aber nicht heran. Ein Nachteil bei Fangkörpersitzen ist die oftmalige inakzeptanz des Fangkörpers. Auf eine Sitzprobe mit Ihrem Kind sollten Sie hier nicht verzichten.

Gruppe 2+3

Die wesentlichen Aufgaben eines Gruppe 2+3 Autokindersitzes bestehen in der Optimierung der Gurtführung und dem Seitenaufprallschutz im Kopf- und Rumpfbereich. Erreicht wird dies durch ein Sitzkissen in Verbindung mit einer verstellbaren Rückenlehne. Neben der Funktion, den Schultergurt optimal zu positionieren, erhöhen die Rückenlehnen ganz wesentlich den Schutz beim Seitencrash. Bei neueren Sitzen bewirkt die Rückenlehne auch die korrekte Führung des Beckengurtes. Eine falsche Gurtführung kann vor allem im Bauchbereich zu schweren Verletzungen führen. Mit einem Sitzkissen alleine ist kaum eine optimale Gurtführung zu erreichen. Die Rückenlehne dient aber auch dem Komfort. Eine Liegeposition wie bei Gruppe 1 Sitzen ist zwar nicht möglich, die meist einstellbare leichte Neigung und die Kopfstütze machen das Reisen aber angenehmer.

ISOFIX

ISOFIX ist ein System, bei dem Kindersitze mit zwei Schnapphaken an definierten Metallhaken im Fahrzeug befestigt werden. Diese feste Verbindung ermöglicht im Fall des Falles eine möglichst frühe Verzögerung des Autokindersitzes, die Belastungen werden dadurch verringert. ISOFIX hat aber auch den Vorteil, dass die Montage meist weniger Aufwendig ist als bei gurtmontierten Sitzen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbedienung (Misuse) geringer, dies kommt schlussendlich auch wieder der Sicherheit zugute. Oftmals können ISOFIX Sitze optional auch nur mit dem Fahrzeuggurt montiert werden, die neueren Sitze bieten diese Möglichkeit nicht mehr an. Da ISOFIX Sitze nur an zwei Stellen fixiert sind, kann es zu einer Rotation des Sitzes kommen. Das soll durch einen Stützfuß oder die Verwendung eines Zusatzgurtes (Top Tether) verhindert werden. Deshalb gibt es auch unterschiedliche Zulassungskriterien (universal, semiuniversal und fahrzeugspezifisch). Nicht jeder ISOFIX Sitz kann und darf in jedem Fahrzeug verwendet werden. Auskunft darüber, ob eine Zulassung für ein Fahrzeug besteht, geben die Fahrzeuglisten der Kindersitz-Hersteller. Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass es auch bei zugelassenen Fahrzeugen Probleme beim Einbau geben kann. Deshalb gilt auch hier: den Sitz im eigenen Fahrzeug ausprobieren.


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Hier wird gespart, allerdings nicht bei der Sicherheit. Auch hier gibt es nur die sichersten Sitze führender Hersteller, inklusive Topberatung und Vorführung auf unseren Demositzen und Ihrem Fahrzeug.
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